Was verursacht Schmelzkleberverkohlung?

Überhitzung, Verschmutzung und Oxidation sind die Hauptursachen für die Verkohlung. Erfahren Sie, wie sie vermieden werden können

In den meisten Endverpackungsanlagen ist die Schmelzklebstoffverkohlung oft die Hauptursache für Stillstandszeiten. Wenn sich erst einmal verkohlter Klebstoff in der Heißleimanlage gebildet hat, ist es fast unmöglich, diesen ohne die Ergreifung weitreichender Maßnahmen zu entfernen. Wenn Sie Schmelzklebstoffverkohlung verhindern wollen, müssen Sie wissen, welche Ursachen sie hat.

Auch nach mehreren Anlagenspülungen kann verkohlter Klebstoff immer noch in toten Winkeln der Anlage haften und weiter Probleme verursachen, welche die verfügbare Betriebszeit und Produktivität beeinträchtigen. Die Vermeidung der Schmelzklebstoffverkohlung beginnt mit dem Wissen um ihre Ursachen.

Für die Verkohlung gibt es drei Hauptursachen:

  • Überhitzung
  • Verunreinigung
  • Oxidation

All diese Ursachen treten in den meisten Hotmelt-Verpackungsanlagen regelmäßig auf.

Video: Ursachen der Klebstoffverkohlung


Überhitzung

Die meisten Heißleimanlagen nutzen Schmelzbehälter für die Erwärmung des Klebstoffs auf die geforderte Temperatur. Die Verkohlung beginnt, wenn sich Klebstoff nach langer Wärmeeinwirkung zersetzt und zu Gel umwandelt. Dieses Gel kann nicht durch eine Heißleimanlage fließen und bleibt letztlich an den Wänden der Schmelzbehälter und Schläuche kleben. Nachdem es sich an den Anlagenkomponenten abgesetzt hat, wird das Gel lange Zeit übermäßiger Hitze ausgesetzt und verbrannt bzw. verkohlt.

Um die Bildung von Verkohlung in Ihren Endverpackungsanlagen mit Hotmelt-System zu minimieren, müssen Sie die folgenden Praktiken vermeiden:

  1. Längere Einschaltzeit von Heißleimanlagen und Schmelzbehältern
  2. Erhöhung der Temperatureinstellungen der Anlage zur Kompensation von Temperaturverlust oder Wärmeschocks beim Hinzugeben von Klebstoff mit Raumtemperatur in die erhitzte Anlage
  3. Nutzung einer für den Leimdurchsatz ungeeigneten Schmelzbehältergröße

Verunreinigung

Verunreinigungen in der Umgebung wie Schmutz und Staub können in Ihren Verpackungsanlagen zu Verkohlung führen. In vielen Fertigungseinrichtungen schweben infolge der durchgeführten Verfahren beträchtliche Schmutzstoffmengen in der Luft. Bei schlechter Belüftung und Öffnen der Deckel in Hotmelt-Anlagen können Partikel in den geschmolzenen Klebstoff eindringen. Sind sie einmal in der Heißleimanlage, verbrennen diese Verunreinigungen und verwandeln sich schließlich in Klebstoffkohle, die an den Anlagenkomponenten haftet.

Wie vermeidet man Klebstoffverkohlung in Endverpackungsanlagen am besten? Vorbeugung! Mit geeigneten Geräten und Verfahren können Sie das Eindringen von Verunreinigungen in die Hotmelt-Anlage verhindern. 

Oxidation

Klebstoffverkohlung kann auch auftreten, wenn der geschmolzene Klebstoff regelmäßig Luft ausgesetzt wird. Dies kann passieren, wenn die Leimfüllstandsregelung nicht richtig gewartet wird oder wenn die Bediener den Deckel der Anlage ständig öffnen und schließen. Dies kommt häufig vor, da die meisten Heißleimanlagen eine manuelle Zugabe von Klebstoffpellets erfordern.

Durch die Ausstattung Ihrer Endverpackungsanlage mit einem automatischen Zuführsystem vermeiden Sie wiederholtes Öffnen von Deckeln und minimieren so Oxidation, Verkohlung, ungeplante Wartungen und kostspielige Stillstandszeiten. 

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