Verbesserung der Leistung von Hotmelt-Anlagen

Innovative Hotmelt-Technologien steigern die Leistung und Effizienz von Schmelzklebstoffanlagen

Eine der größten Schwächen vieler herkömmlicher und älterer Heißleimanlagen ist der Schmelzvorgang, der von Behältern zur Klebstofferwärmung abhängt. Diese Art des Behälters, der einem„Schmortopf“ ähnelt, braucht nicht nur viel Zeit für die Erwärmung des Materials, sondern erzeugt auch Klebstoffverkohlung, die zu verstopften Düsen und Geräteausfall führt.

Einige neue Schmelzklebstoffsysteme nutzen speziell gestaltete Heizkammern mit einem wesentlich verbesserten Verhältnis zwischen Oberfläche und Klebstoff für schnelles und effizientes Schmelzen. Einkäufer müssen sich selbst weiterbilden. Nur so können Sie hartnäckige Fragen stellen und gewährleisten, dass sie zuverlässige und effiziente Anlagen bekommen, die langfristig die Rentabilität steigern.


Was Sie beim Kauf einer Hotmelt-Anlage beachten sollten

Qualität und Effizienz der verschiedenen Hotmelt-Systeme unterscheiden sich sehr. Sie müssen wissen, was Sie kaufen, indem Sie sich die folgenden Fragen stellen:

  1. Ist die Anlage zuverlässig oder ist der Verkäufer mehr am Verkauf von Ersatzteilen interessiert?
  2. Ist Klebstoffverkohlung ein Problem?
  3. Wie steht es mit Hotmelt-Düsenverstopfung?
  4. Welche Angaben gibt es zur langfristigen Gesamtkapitalrentabilität?
  5. Ist eine Klebstoffüberwachung standardmäßig eingebaut?
  6. Ist die Ausrüstung für meine Bediener sicher?

Für viele der neuen Hotmelt-Anlagen ohne Behälter (Tank-Free-Anlagen) können diese Fragen positiv beantwortet werden. Allerdings ist nicht immer klar, ob eine Anlage wirklich Tank-FreeTM ist, da manche Lieferanten ihre Ausrüstung als „behälterlos“ (tankless) vermarkten. Das Bild links in Abbildung 1 zeigt beispielsweise einen Schmelzapparat, der als „tankless“ angepriesen wird, während der Schmelzapparat im unteren Bild eindeutig ein Beispiel für die Tank-Free-Technologie ist.

In diesem Artikel erläutern wir, wie Hotmelt-Technologien, z. B. innovative Heizkammern und integrierte Vakuumsysteme, die Leistung und Effizienz von Heißleimanlagen steigern können.

Abb. 1 – Der Schmelzapparat links wird „Tank-less“ (behälterlos) genannt, ist es aber nicht. Das rechte Bild zeigt einen echten Tank-Free-Schmelzapparat.

Integrierte Vakuum-Zuführsysteme

Einige neuere Technologien, die heute verfügbar sind, nutzen ein eingebautes Vakuumsystem für die Zuführung von Schmelzklebstoff zum Schmelzapparat. Bei einem solchen Ansatz überwacht ein Ultraschallsensor ständig den Klebstoff in der Kammer. Weiterer Klebstoff wird automatisch nach Bedarf und gemäß den Anforderungen der Kartonagenverpackung zugeführt. Es werden nur Materialmengen von ungefähr einem Viertel des Fassungsvermögens auf einmal zugegeben. Dadurch fällt der Wärmeschock im geschmolzenen Klebstoff weg, der direkt zu problematischen Viskoseänderungen führen kann.

Diese integrierten Vakuumzuführsysteme sparen auch Arbeitskosten, weil niemand den Klebstoff im Auge behalten muss. Das System hält automatisch den optimalen Leimfüllstand aufrecht, führt gleichzeitig weiter Wärme zu und hält Staub und Schmutz ab. Außerdem sorgt es durch den Wegfall von Wärmeschocks für gleichmäßige Tropfengewichte.

Verhältnis zwischen Oberfläche und Klebstoffvolumen

Das große Verhältnis zwischen Oberfläche und Volumen, das in Tank-Free-Heißleimanlagen vorliegt, ist für weniger Verkohlung und kurze Anfahrzeiten verantwortlich. Durch den Wegfall beheizter Behälter und die Erhöhung der Schmelzoberfläche verbessert sich die Leistung von Heißleimanlagen drastisch. Je größer das Verhältnis ist, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Verkohlung und umso kürzer ist die Anfahrzeit.

Wenn Anlagen nicht von einem Behälter abhängen, können Klebstoffpellets auf Abruf geschmolzen und danach schnell ausgegeben werden. Dies verringert die Verkohlung und durch lange Wärmeeinwirkung verursachte Materialverschlechterung erheblich.

Abb. 2 – Diagramm zum Verhältnis zwischen Heizoberfläche und Klebstoffvolumen

Klebstoffverkohlung und Düsenverstopfungen

Während herkömmliche beheizte Behälter Klebstoffmengen zwischen 4 und 50 Liter vorhalten, erwärmen Tank-Free-Anlagen weniger als zwei Liter Klebstoff auf einmal. Dies bedeutet, dass der Klebstoff schneller auf Temperatur gebracht wird, in den meisten Fällen in weniger als 10 Minuten. Diese verkürzte Anlaufzeit macht den Unterschied bei der effektiven Betriebszeit und Ausbeute im Verlauf der Lebensdauer einer Heißleimanlage und führt unmittelbar zu höherer Rentabilität.

Durch die kürzere Zeit, die der Schmelzklebstoff in vakuumbasierten Tank-Free-Anlagen der Wärme ausgesetzt ist, wird auch die Menge des verkohlten Klebstoffs reduziert. Bei minimalem Schmelzvolumen verweilt der heiße Klebstoff kürzere Zeit bei hoher Temperatur und wird schnell durch frischen Klebstoff ersetzt. Verringerte Verkohlung senkt auch Materialverschwendung und Düsenverstopfungen und führt zu geringerem Wartungsaufwand für die Anlage und weniger Stillstand der Produktionslinie. 

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