Verbesserung der Leistung von Klebetechnik

Die Kosten veralteter Technologie

Eine der größten Schwächen vieler herkömmlicher und älterer Heißleimanlagen ist der Schmelzvorgang, der von Behältern zur Klebstofferwärmung abhängt. Diese Art des Behälters, der einem„Schmortopf“ ähnelt, braucht nicht nur viel Zeit für die Erwärmung des Materials, sondern erzeugt auch Klebstoffverkohlung, die zu verstopften Düsen und Geräteausfall führt.

Einige neue Schmelzklebstoffsysteme nutzen speziell gestaltete Heizkammern mit einem wesentlich verbesserten Verhältnis zwischen Oberfläche und Klebstoff für schnelles und effizientes Schmelzen. Einkäufer müssen sich selbst bilden, um hartnäckige Fragen stellen und gewährleisten zu können, dass sie zuverlässige und effiziente Anlagen bekommen, die langfristig die Rentabilität steigern.


Sechs Fragen, die beim Einkauf von Ausrüstung zu stellen sind

Bevor Sie Heißleimgeräte kaufen, sollten Sie unbedingt folgende Fragen stellen:

1. Ist die Maschine zuverlässig oder ist der Verkäufer mehr am Verkauf von Ersatzteilen interessiert?
2. Ist Klebstoffverkohlung ein Problem?
3. Wie sieht es mit Düsenverstopfungen aus?
4. Wie sieht die langfristige Gesamtkapitalrentabilität aus?
5. Ist eine Klebstoffüberwachung standardmäßig eingebaut?
6. Ist die Ausrüstung für meine Bediener sicher?

Nicht immer ist klar, ob eine Anlage wirklich Tank-FreeTM ist, da manche Lieferanten ihre Ausrüstung als „behälterlos“ (tank-less) vermarkten. Das Bild links in Abbildung 1 zeigt beispielsweise ein Schmelzapparat, der als „tank-less“ angepriesen wird, während der Schmelzapparat im unteren Bild eindeutig ein Beispiel für die Tank-Free-Technologie ist.

Abb. 1 – Der Schmelzapparat links wird „Tank-less“ (behälterlos) genannt, ist es aber nicht. Das rechte Bild zeigt einen echten Tank-Free-Schmelzapparat.

Viskositätsschwankungen und Klebstoffverschwendung

Viskositätsschwankungen können zu schlechter Klebleistung und Schwankungen der Klebstoffausgabemenge führen. Wird zu viel Klebstoff ausgegeben, bedeutet dies Material- und Geldverschwendung. Wenn zu wenig ausgegeben wird, treten Aufplatzer auf, die zu Ausschuss oder Retouren führen.

Einige neuere Technologien für die Kartonagenverpackung mit Heißleim, die heute verfügbar sind, nutzen ein eingebautes Vakuumsystem für die Zuführung von Klebstoff zum Schmelzapparat. Bei einem solchen Ansatz überwacht ein Ultraschallsensor ständig den Klebstoff in der Kammer. Weiterer Klebstoff wird automatisch nach Bedarf und gemäß den Anforderungen der Kartonagenverpackung zugeführt. Material wird mit einer Rate von nur ca. einem Viertel des Fassungsvermögens auf einmal zugegeben. Dadurch fällt der Wärmeschock im geschmolzenem Klebstoff weg, der direkt zu problematischen Viskoseänderungen führen kann.

Diese integrierten Vakuumzufuhrsysteme sparen auch Arbeitskosten, weil sie von niemanden abhängen, der den Klebstoff im Auge behält. Das System hält automatisch den optimalenLeimfüllstand aufrecht, führt gleichzeitig weiter Wärme zu und hält Staub und Schmutz ab. Außerdem sorgt es durch den Wegfall von Wärmeschocks für gleichmäßige Tropfengewichte.

Verhältnis zwischen Oberfläche und Klebstoffvolumen

Das große Verhältnis zwischen Oberfläche und Volumen, das in Tank-Free-Heißleimanlagen vorliegt, ist für weniger Verkohlung und kurze Anfahrzeiten verantwortlich. Durch den Wegfall beheizter Behälter und die Erhöhung der Schmelzoberfläche, verbessert sich die Leistung von Heißleimanlagen drastisch. Je größer das Verhältnis ist, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Verkohlung und umso kürzer ist die Anfahrzeit.

Wenn Anlagen nicht von einem Behälter abhängen, können Klebstoffpellets auf Abruf geschmolzen und danach schnell ausgegeben werden. Dies verringert die Verkohlung und Materialverschlechterung durch lange Wärmeeinwirkung in hohem Maße.

Abb. 2 – Diagramm zum Verhältnis zwischen Heizoberfläche und Klebstoffvolumen

Klebstoffverkohlung und Düsenverstopfungen

Während herkömmliche beheizte Behälter Klebstoffmengen zwischen 4 und 50 Liter speichern, erwärmen Tank-Free-Anlagen weniger als zwei Liter Klebstoff auf einmal. Dies bedeutet, dass der Klebstoff schneller auf Temperatur gebracht wird, in den meisten Fällen in weniger als 10 Minuten. Diese verkürzte Anlaufzeit macht den Unterschied bei der effektiven Betriebszeit und Ausbeute im Verlauf der Lebensdauer einer Heißleimanlage und führt unmittelbar zu höherer Rentabilität.

Durch die kürzere Zeit, die der Klebstoff in vakuumbasierten Tank-Free-Anlagen der Wärme ausgesetzt ist, wird auch die Menge des verkohlten Klebstoffs reduziert. Bei minimalem Schmelzvolumen verweilt der heiße Klebstoff kürzere Zeit bei hoher Temperatur und wird schnell durch frischen Klebstoff ersetzt. Die Verringerung der Verkohlung reduziert auch Materialverschwendung und Düsenverstopfungen, was zu weniger Wartungsaufwand und weniger Ausfallzeit der Produktionslinie führt.

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