Graco Inc.

Flugzeuglackierung mit ProBatch™ bei Pilatus/Schweiz

Exaktes mischen und dosieren spart Kosten

Nur spezielle Zweikomponentenlacke erfüllen die hohen Ansprüche an Beständigkeit und Sicherheit der Flugzeugbeschichtungen. Materialverluste beim Anmischen müssen wegen der hohen Lackpreise von bis zu 40 EUR pro Liter vermieden werden. 

Unser GRACO-Partner die Retech GmbH aus Oberriet/Schweiz hat bei der Pilatus Flugzeugwerke AG in Stans/Schweiz eine ProBatch™ Chargendosieranlage installiert. Der Flugzeugkonstrukteur Pilatus ist besonders erfolgreich mit der PC-12, einer einmotorigen TurbopropMaschine, die als Business-, Transport-, Rettungs- oder Freizeitmaschine ausgestattet sein kann. Die Lackierung von diesen Flugzeugen muss Kälte und Hitze, atmosphärischen Einflüssen und mechanischen Angriffen trotzen. 
Jeden dritten Tag durchläuft eine PC-12 die Lackiererei in Stans. Hinzu kommen noch andere Modelle und Reperaturarbeiten. 

Aufwändige Lackierung 
Als Substrat ist Aluminium, Keflar, Glas oder Kohlefaserstoffe im Einsatz. Der Lackaufbau besteht aus einem Epoxyprimer und einem High Solid Polyurethan-Decklack bei Alu sowie bei Kunststoff aus einem Epoxy-Grund, einem Polyurethan-Acrylfüller und dem PUR-Decklack. In der Vergangenheit war es sehr schwierig bei manuellem Anmischen die exakt benötigten Mengen zu mischen. Die Folge sind hohe Kosten: Zuviel angemischte Farbe, Zeitverluste beim Einstellen der Viskosität. Manuelles Mischen bedeutet mangelnde Prozess- wie auch Arbeitssicherheit .

Berechnen statt Ausprobieren 
Beim manuellen Arbeiten kam es bei “exotischen” Mischverhältnissen beim Berechnen immer wieder zu Fehlern (z.B. Stammmaterial: Härter: Verdünner 2,5:1,3:1,8). Unnützer Abfall bei Materialpreisen von 30 - 40 EURO/Liter sind echte Mehrkosten. Wenn die Viskosität nicht genau stimmt und der Lack wird trotzdem verarbeitet, entstehen Fehlbeschichtungen, die teuer behoben werden müssen. Probatch konnte sämtliche Fehlerquellen auf einen Schlag eliminieren. Die benötigte Menge Endmaterial wird exakt dosiert und verhindert damit Materialverluste und Vorbereitungszeit. Außerdem wird der Lösemittelanteil automatisch ermittelt, was bei der Abrechnung der VOC-Abgabe viel administrativen Aufwand erspart. Alles wird sauber protokolliert. Diese Protokollierung und somit Rückverfolgbarkeit ist für Pilatus wichtig, da im Rahmen von Audits und ISO Zertifizierungen immer wieder darauf angesprochen wird. 

Geringerer Lackverbrauch, weniger Fehler, bessere Arbeitsbedingungen 
Die Amortisation der Anlage wurde über die Lackeinsparungen sowie die kürzeren Vorbereitungszeiten des gemischten Materials berechnet. Mit der sehr einfach zu bedienenden Steuerung von ProBatch TMkommen auch PC-ungewohnte Mitarbeiter dank der einfachen Menuführung problemlos zu Recht. Diese Vorbereitungszeit der Farbe ist auch deshalb so gering wie möglich zu halten, da die Topfzeiten bei 2 bis 4 Stunden liegen und so auch das zeitliche Verarbeitungsfenster vergrössert wird. ProBatch heißt geringerer Lackabfall plus verbesserter Gesundheits- schutz und eingesparte Nacharbeiten. 

Flexibles System 
Bei Pilatus werden hauptsächlich 6 Komponenten verarbeitet. Die ProBatch™ kann bis zu 250 verschiedene Rezepturen verwalten. Für Sonderfarben wird die ProBatch dazu genutzt den Härter und Verdünner exakt zu einer vorgewählten Stammlackmenge zu dosieren. Die Anlage wird also auch genutzt um Komponenten von Hand kontrolliert zu zugeben. 

Peter Lauber, Leiter der Lackiererei und verantwortlich für die Investitionsentscheidung urteilt aus heutiger Sicht: “Wir sind ein glücklicher Retech-Kunde. Nicht nur weil wir unsere internen Kosten und die Fehlerquote senken sowie die Qualität steigern konnten, sondern auch weil wir die Attraktivität unserer Arbeitsplätze gehoben haben.“