PSA- und Atemgeräteanforderungen für sicheres Strahlen

PERSÖNLICHE SCHUTZAUSRÜSTUNG (PSA) ZUM TROCKEN-, NASS- UND FEUCHTSTRAHLVERFAHREN

Von Kurt Ivory, Chief Marketing Officer von RPB Safety LLC, und Wade Hannon, Account Manager von Graco

Während die Arbeitsschutzbehörde (OSHA) Standards für die persönliche Schutzausrüstung (PSA) für das Trockenstrahlen festlegt, gibt es keinen einheitlichen Branchenstandard für das Nass- oder Feuchtstrahlverfahren. Angesichts dieser Lücke kennen viele nicht die angebrachte PSA, die bei Nass- und Feuchtstrahlverfahren verwendet werden sollte.
 

Weniger Staub bedeutet nicht weniger PSA

An den Anfängen des Trockenstrahlen verwendeten viele Bediener nur einen Gesichtsschutz, um Staub von den Augen fernzuhalten. Mit der Menge an Staub in der Luft wurde jedoch schnell klar, dass Atemprobleme ein Problem werden könnten. Standards wurden festgelegt, die Atemschutzmasken beim Trockenstrahlen vorschrieben.

Im Vergleich zum Trockenstrahlen wird durch Nass- und Feuchtstrahlverfahren  Staub erheblich reduziert, wodurch sich die Frage aufstellt, ob ein Atemgerät überhaupt erforderlich ist. Bei jedem Strahlvorgang entsteht jedoch etwas Staub, sei es vom zu strahlenden Untergrund oder von den verwendeten Strahlmitteln. Selbst wenn eine kleine Menge an Medien verwendet wird, kann es zu einem Rückschlag von der Oberfläche kommen.

Geringe Staubentwicklung erfordert dennoch Schutzausrüstung, insbesondere wenn der Staub gefährliche Stoffe wie Asbest oder Blei enthalten kann.
 

PSA-CHECKLISTE FÜR NASS- UND FEUCHTSTRAHLVERFAHREN

Es gibt keine speziellen Produkte für Nass- oder Feuchtstrahlarbeiten. Viele Händler und Hersteller empfehlen jedoch einen Atemschutz und verwenden in der Regel eine ähnliche PSA wie bei Trockenstrahlarbeiten.
 

Atemschutzgerät

Atemgeräte sind wichtiges Equipment das Sie das Gelangen von Staub in die Lunge verhindern, was andernfalls zu Atemproblemen führen kann. Eng anliegende Atemgeräte sind als Staubschutz gut geeignet, wenn sie beim Tragen ordnungsgemäß abgedichtet sind. Jedoch bieten diese häufig nicht denselben Schutz wie locker sitzende Atemgeräte, da Gesichtshaare, sogar Stoppel, die Versiegelung aufbrechen und so Staub eindringen lassen. Abgesehen von der Notwendigkeit eines glatt rasierten Gesichts, können eng anliegende Masken schnell unbequem werden und so die Effektivität und Effizienz des Bedieners senken.

Locker sitzende Atemgeräte, die auf den Schultern des Bedieners aufliegen, sind bequemer zu tragen und sorgen für eine Luftzirkulation um Kopf und Hals, die den Bediener kühl hält. Neue Produkte auf dem Markt kühlen die einströmende Druckluft vor dem Eintritt in das Atemgerät, was für eine erhöhte Kühlung von Kopf und Oberkörper sorgt. Eng anliegendes vs. locker anliegendes Atemgerätes.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jedes Atemgerät zum Strahlen geeignet ist. Z.B. sind Atemschutzgeräte für Lacke häufig als „Nicht zum Strahlen geeignet“ gekennzeichnet. Gemäß der von der OSHA festgelegten in der Norm 1910.134 müssen Strahlschutzmasken Kopf, Hals und Schultern bedecken und vom Nationalen Institut für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (NIOSH) zum Schutz vor Staub, der beim Strahlen entsteht, zugelassen sein.

Wenn potenziell gefährliche Materialien wie Blei gestrahlt werden, muss dem Atemgerät ein geeigneter Schutzfaktor (APF) zugewiesen werden. Beim Beispiel Blei muss das Atemgerät einen APF von mehr als 1.000 Partikeln aufweisen.
 

Gehörschutz

Ein Gehörschutz kann in einem locker sitzendem Atemgerät integriert werden, oder als Ergänzung zu einem eng anliegendem Atemgerät vorkommen. Er ist unumgänglich wenn mit Strahlern und Kompressoren gearbeitet wird, da diese eine starke Lärmentwicklung aufweisen.

Je nach Gerät ist der Helm mit einem Kommunikationssystem ausgestattet, mithilfe dessen der Bediener problemlos kommunizieren kann, ohne den Atemgerät abnehmen zu müssen. Es ist wichtig, dass jeder, der auf der Baustelle in der Nähe arbeitet, Ohrenstöpsel oder anderen Gehörschutz trägt.
 

Schutzanzüge, Handschuhe und Stiefel

Kleidung, Handschuhe und Stiefel tragen außerdem dazu bei, die Sicherheit und den Komfort des Bedieners zu gewährleisten.

Nylon-Schutzanzüge wie der RPB® Blast Suit sind leicht, langlebig und atmungsaktiv. Sie schützen den Bediener vor zurückschießendem Abrasiv und halten ihn gleichzeitig kühl.

Der Anzug kann auch nass werden, ein wichtiger Aspekt beim Nass- oder Feuchtstrahlverfahren. Er kann somit für eine einfache Wiederverwendung in der Maschine gewaschen werden.
 

Gesichts- und Augenschutz

Gesichtsschutz ist i.d.R. in locker sitzenden Atemschutzgeräten integriert, sodass Bediener einer solchen Maske keinen sekundären Schutz benötigen

Andere Personen am Arbeitsort sollten jedoch einen alternativen Augenschutz wie eine Schutzbrille oder einen Schutzschirm tragen.

Der sich wandelnde Sicherheitsmarkt

Der Mark wird sich zunehmend der Arbeitssicherheit bewusst und stellt für jeden Bediener die entsprechende Ausrüstung sicher. PSA schützt Arbeitnehmer bei der Arbeit, damit sie nach Hause kommen und ein gesundes Leben führen können. Die Sicherheit der Bediener gewährleistet diesen ein Leben frei von Hörverlust, Atembeschwerden oder andere Gesundheitsproblemen.

Sicherheit wirkt sich auch auf das Unternehmen aus. Nicht nur durch Ersparnisse an Versicherungs- oder Krankenversicherungskosten, sondern auch durch den allgemeinen Komfort des Bedieners. Wenn sich ein Bediener sicher, komfortabel und angenehm temperiert fühlt, neigt er eher dazu, ein produktiverer Mitarbeiter zu sein. Auf lange Sicht sind sichere, komfortable und produktive Arbeiter der Schlüssel für ein Erfolgreiches Unternehmen.

Weitere Informationen zu Staub und sicherem Strahlen

Die Bauindustrie muss bis zum 23. Juni 2017, ein Jahr nach dem Inkrafttreten, die neue Vorschrift der OSHA bezüglich kristallinem Siliziumdioxid einhalten. Für die allgemeine Industrie und die Schifffahrt muss die Einhaltung der Vorschriften zwei Jahre nach dem Inkrafttreten, am 23. Juni 2018 beginnen.

Allgemein gibt es sehr viele Informationen, gute sowie schlechte, über Staub und Sicherheit bei Strahlarbeiten. Stellen Sie sicher, dass Sie die Fakten kennen. Wenn Ihnen Staubunterdrückung wichtig ist, lesen Sie doch unseren Artikel "Staubfreies Strahlen ist ein Mythos".

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