Wirklich staubfreies Strahlen ist ein Mythos

Die Wahrheit über staubfreies Strahlen

In der Oberflächenvorbereitung gibt es kein staubfreies Strahlen. Alle unter normalen Bedingungen arbeitenden Strahlmittel erzeugen Staub.

Luftqualitätsstudien haben gezeigt, dass die effektivsten Feuchtstrahlgeräte nicht mehr als 92% des durch Trockenstrahlen erzeugten Staubes unterdrücken. Hersteller, die behaupten, ihre Geräte seien „staubfrei“, könnten Sie irreführen.

 

Wie Staub entsteht

Wenn ein Partikel eines abrasiven Mediums zerbricht, zerfällt es in Teilpartikel. Den kleinsten Teilpartikeln fehlt die Masse, um bei Luftverwirbelungen, die beim Strahlen entstehen, auf den Boden abzusinken.

Bei einem Nassstrahlverfahren wird der ursprüngliche Partikel in einem Wassermantel unterschiedlich stark eingekapselt. Wenn der Partikel beim Aufprall zersplittert, werden die sich daraus ergebenden feuchten Subpartikel vom Wasser beschwert, und die Schwerkraft zieht sie trotz der Luftturbulenzen auf den Boden.

Wet blasting media impacting the surface

Beim Nassstrahlen werden Abrasivpartikel in einen Wassermantel eingewickelt, sobald sie auf die Oberfläche auftreffen.

Einige Subpartikel sind jedoch so klein, dass sie, obwohl sie in Wasser eingekapselt sind, keine ausreichende Masse annehmen, um der Kraft der Luftturbulenzen entgegenzuwirken. Diese schweben dann in der Atmosphäre. Darüber hinaus werden nicht alle Subpartikel in einem Wassermantel eingekapselt. Möglicherweise werden Teilpartikel, die aus dem trockenen Inneren des Originalpartikels austreten, gar nicht erst angefeuchtet. Deshalb kann kein einziges Nassstrahlsystem Staub vollständig unterdrücken.

 

Das wirtschaftliche Risiko

Wenn in entsprechendes Equipment mit der Hoffnung auf vollständige Staubunterdrückung investiert wird, kann dies schnell kostspielig werden: man könnte annehmen, das mit vollständiger Staubunterdrückung keine Luftqualitätskontrollen erforderlich sind und damit Zeit und Geld bei der Einschlusskonstruktion gespart wird.

Die Praxis zeigt aber, dass die SSPC alle Feuchtstrahlsysteme in dieselbe Kategorie einstuft, und obwohl die Anforderungen weniger streng sind, existieren sie dennoch. Während der „staubfreie“ Bastler EPA-Standards missachten und Sicherheitsanforderungen ignorieren könnte, vorausgesetzt, er hat keine Nachbarn, die sich beschweren könnten, muss ein Auftragnehmer mit seinem gesetzeskonformen Projekt die Baustelle auf demselben Standard halten wie es jede andere Strahlart erfordert.

 

Gesundheitsrisiko

Bei Strahlarbeiten erfordert es Atemschutz, um die Lunge vor Staub, Schwermetallen und andere schädliche Partikeln zu schützen. Besonders besorgniserregend ist Quarzstaub, der Silikose auslöst. Die tödliche Berufskrankheit der Lunge ist die Ursache für jährlich über 100 Todesfälle in der USA. Nach Angaben der CDC sind weiterhin mehr als 2 Millionen US-Arbeitnehmer alveolengängigem kristallinem Siliciumdioxid ausgesetzt. Ein Arbeiter, der unter der falschen Annahme arbeitet, dass beim Strahlprozess kein Staub erzeugt wird, könnte folglich davon ausgehen, dass kein Atemschutz erforderlich ist.

Schlimmer noch, wenn sein Equipment „staubfrei“ ist, warum nicht mit Quarzsand strahlen, der viel geläufiger und billiger ist als anderen Strahlmittel? Schließlich ist der Grund für das Stigma gegen Quarzsandstrahlen, dass Quarzstaub Silikose verursacht. Wie kann es in einer staubfreien Umgebung zu einer Silikose kommen? Wenn der Hersteller angibt, dass das System „staubfrei“ ist, aber das Strahlen mit Quarzsand nicht empfiehlt, sollten Sie dessen Aussage skeptisch gegenüberstehen. Warum sonst würden sie davon abraten das kosteneffektivste Strahlmittel zu verwenden?

Abbildung einer Person, die Staub einatmet

Im Jahr 2016, hat die  OSHA eine neue Regelung eingeführt, die am 23 Juni in Kraft trat. Laut der Website von OSHA wurde die letzte Norm geschaffen, um das Auftreten von Lungenkrebs, Silikose, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen und Nierenerkrankungen bei amerikanischen Arbeitern herabzusetzen, indem die Verwendung vonalveolengängigem kristallinem Siliciumdioxid begrenzt wird.

Wenn ein Hersteller behauptet, dass seine Strahlausrüstung Staub vollständig unterdrückt, begibt er sich aufs dünne Eis. Wenn ein Strahlarbeiter glaubt, dass sein Equipment keinen Staub produziert, kann dies möglicherweise fatale Folgen haben.
 

So schützen Sie sich selbst

Bitten Sie den Hersteller um einen Luftqualitätsbericht, erstellt von einem anerkannten, neutralen Dritten, bevor Sie in neue Strahlgeräte investieren. Jeder gewissenhafte Hersteller, der Angaben über Staubdämpfung macht, sieht es als Pflicht diese Ansprüche garantieren zu können. Er wird keine unhaltbaren Angaben machen, welche die Gesundheit seiner Kunden gefährden. Weitere Informationen zu PSA finden Sie in unserem Artikel über persönliche Schutzausrüstung für das Strahlen..

Glauben Sie nicht dem Mythos: Jegliche Strahlarbeiten erzeugen Staub, unabhängig vom Equipment.

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